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Die bürgerlichen Bärwinkel Es ist möglich, daß es Bärwinkel gegeben hat, die ihren Adelstitel abgelegt und als bürgeliche Bärwinkel weitergelebt haben, möglich auch, daß solche aus dem Dorf Bärwinkel bei Osterwyck kamen und diesen Namen führen. Sicher ist wohl, daß alle Bärwinkel ursprünglich in Niedersachsen beheimatet waren. Erwähnen muß man hier, daß die Pflanze Immergrün oder Ingrün im Volksmund auch Beerwinken, Beerwinkel, Bärwinkel oder Beerfink genannt wurde. Im alten deutsch-französischen Lexikon von Thibaut aus den Jahren 1850 - 1900 war das Wort Pervenche = Immergrün, Bärwinkel zu finden. Im Kräuterbuch von Hieronimus Bock gedruckt zu Straßburg 1565 finden wir nur den Namen Ingrün oder lateinisch Pervinca. Demnach sind obige Namen Bärwinkel etc. erst später gebräuchlich geworden, wohl weil sie an das lateinische Wort Pervinca anklingen und dem Volksmund verständlicher waren (Apotheker Illustrierte 1938 Nr.4). Regierungsrat Bärwinkel Weimar (Brief v. 11 12.1934) schreibt: "Ich nehme an, daß die Familie Bärwinkel im Laufe des 16. Jahrhunderts aus ihrer ursprünglichen niedersächsischen Heimat, die Gegend von Halberstadt und Magdeburg, ihren Wohnsitz in den südlichen Teil der heutigen Provinz Sachsen nach Thüringen verlegt hat". Hier kann man nun eine preussische und eine schwarzburgische Linie verfolgen. Die preussische, ist vornehmlich in "ARTERN", "GEHOFEN", "HELDRUNGEN" und "QUERFURT" zu finden. Die schwarzburgische in "GREUSSEN", "ARNSTADT" und "SONDERSHAUSEN" . Die älteste Quelle sind die Kirchenbücher von GEHOFEN, die aber erst nach dem dreißigjährigen Krieg beginnen. - |